Über uns und unsere Werkstatt




Der Start.

Noch lang vor der Idee PACAYA, haben wir Zuhause unser erstes eigenes Shirt bedruckt. Einfach nur zum Spaß. Wir wollten mal Siebdruck ausprobieren. Neben einer farbenfrohen Sauerei haben wir so unser erstes Shirt produziert. War ein geniales Gefühl! Dass wir das mal in größerem Stil machen sollten, war uns zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht klar.


An der Art und Weise, wie wir unsere Sachen produzieren, hat sich nach der Gründung 2016 eigentlich nicht viel verändert. Natürlich haben wir unsere Technik verbessert, sind professioneller und effizienter geworden. Die Farbe kommt aber noch immer per Siebdruck aufs Shirt und auf dem Tisch schnurrt wie früher treu dieselbe alte Nähmaschine.


Die Werkstatt

Seit Oktober 2020 haben wir endlich unsere eigene Werkstatt im Südviertel der Stadt Essen bezogen. In den Räumlichkeiten befand sich früher eine industrielle Backstube aus dem frühen 20. Jhd. Seit den 1980er bleiben die Öfen kalt und der Backalltag ist kreativen Köpfen und Bastlern gewichen. Wir lieben die Atmosphäre in den alten Gemäuern und haben super viel Spaß an der Arbeit.






Vom Design zum fertigen Shirt




Schritt 1

Das Design

Alles beginnt mit einem leeren Papier und spitzem Bleistift, den Kopf voll mit Inspiration. Nachdem Das Motiv fertig gezeichnet ist wird es digitalisiert und auf eine transparente Folie gedruckt.



Schritt 2

Die Beschichtung

Jetzt kommt das Sieb ins Spiel, das namensgebende Element der Drucktechnik. In der Dunkelkammer wird lichtempfindliche Fotoemulsion auf ein feinmaschiges Sieb aufgetragen. Nachdem die Emulsion getrocknet ist bleibt sie zunächst wasserlöslich und damit auswaschbar.



Schritt 3

Die Belichtung

Wir befinden uns noch immer in der Dunkelkammer. Das Motiv auf der transparenten Folie wird nun auf dem Sieb platziert. Ist die Position bestimmt wird das Sieb samt der bedruckten Folie für 3,5 Minuten mit einem Halogenlichtstrahler belichtet. Überall da, wo das Licht des Strahlers auf das Sieb trifft, wird die Emulsion wasserfest. Wo das Licht nicht hinfällt, also überall wo sich auf der transparenten Folie das Motiv befindet, bleibt die Emulsion auswaschbar.



Schritt 4

Das Auswaschen

Nach der Belichtung waschen wir das Motiv in der Dunkelkammer aus. Überall, wo sich während der Belichtung in Schritt 3 das Motiv auf der Folie befunden hat, wird die Emulisonsschicht weggewaschen. Das Sieb ist an diesen Stellen für Farbe durchlässig.




Schritt 5

Das Bedrucken

Jetzt kommt Farbe drauf! Nach dem Einspannen des Siebs in die Maschine ziehen wir den Tshirt-Rohling auf die Druckplatte. Anschließend wird das Sieb heruntergeklappt und Farbe auf das Sieb gegeben. Mit dem Rakel, dem länglichem Holzgriff mit Gummilippe, wird die Farbe mehrmals über das Sieb gezogen. Das Sieb wird wieder hochgeklappt und die Farbe ist auf dem Shirt!



Schritt 6

Das Einpressen

Nach dem Antrocknen der Farbe auf dem Shirt muss die Farbe anschließend mit waschfest mit der Baumwollfaser verbunden werden. Das funktioniert mittels Hitze und Druck in der Transferpresse. Die Transferpresse ist nichts anderes als ein großes Bügeleisen, das mit mechanischem Druck auf das Shirt presst. Nach 60 Sekunden pressen ist das Shirt fertig.




Gut zu Wissen.

Die Farbe

Wir nutzen Textilfarbe auf wasserbasis. Die Farbe ist somit frei von chemischen Lösungsmitteln und emittiert beim Waschen kein Mikroplastik ins Wasser wie herkömmliche Textilfarbe. Nach dem Einpressen ist die Farbe bis 40 Grad waschbar und bleibt über die gesamte Lebensdauer des Shirts kontrastreich und farbenfroh